Warum wir bewusst heimische Kräuter verwenden
Unsere Rezepturen basieren bewusst auf heimischen Kräutern, die seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten in Europa wachsen und traditionell genutzt werden.
In einer Zeit, in der viele Nahrungsergänzungsmittel auf exotische „Superfoods“ setzen, wirkt unsere Entscheidung auf den ersten Blick ungewöhnlich: Unsere Rezepturen basieren bewusst auf heimischen Kräutern, die seit Jahrzehnten oder Jahrhunderten in Europa wachsen und traditionell genutzt werden.
Dafür gibt es mehrere ernährungsphysiologische und phytotherapeutische Gründe.
Pflanzen und Menschen entwickeln sich gemeinsam
Menschen nutzen seit Jahrhunderten die Pflanzen ihrer unmittelbaren Umgebung – in der Ernährung ebenso wie in der traditionellen Pflanzenkunde. Schon im Mittelalter dokumentierten Kräuterbücher wie der „Gart der Gesundheit“ von 1485 zahlreiche heimische Pflanzen und ihre Verwendung in der damaligen Medizin und Ernährung.
Auch die Klostermedizin und frühe Botaniker konzentrierten sich vor allem auf Pflanzen, die im eigenen Klima wachsen und leicht verfügbar sind. In der modernen Ethnobotanik wird dieser Zusammenhang häufig als „Co-Evolution von Mensch und Pflanzenumwelt“ beschrieben: Menschen sind über Generationen hinweg an die Pflanzen angepasst, die in ihrer Umgebung wachsen und regelmäßig genutzt werden.
Das bedeutet nicht, dass exotische Pflanzen keinen Nutzen haben. Aber Pflanzen aus unserer Region haben eine lange gemeinsame Geschichte mit unserer Ernährung und Pflanzenkunde.
Ernährungsphysiologische Perspektive
Viele heimische Kräuter enthalten eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe, die in der Ernährungswissenschaft intensiv untersucht werden. Dazu gehören beispielsweise:
Sekundäre Pflanzenstoffe
- Polyphenole
- Flavonoide
- Bitterstoffe
- ätherische Öle
Diese Stoffe sind Teil einer pflanzenreichen Ernährung und werden seit langem mit verschiedenen physiologischen Funktionen in Verbindung gebracht, etwa:
Beispiele für Funktionen
- Unterstützung der Verdauung
- Beitrag zum antioxidativen Schutz
- Unterstützung des Stoffwechsels
- Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden
Heimische Kräuter wie Salbei, Lavendel, Hopfen oder Rotklee sind deshalb seit Jahrhunderten Bestandteil europäischer Ernährung und Pflanzenkunde.
Warum wir keine exotischen Superfoods verwenden
Viele moderne Produkte setzen auf Pflanzen aus anderen Kontinenten, etwa aus Südamerika oder Asien. Solche Pflanzen können durchaus interessante Inhaltsstoffe enthalten. Doch oft gibt es vergleichbare oder ähnliche Pflanzen in der heimischen Flora, die traditionell bereits genutzt werden.
Unsere Philosophie ist deshalb:
Unsere Philosophie
- regional gewachsene Pflanzen
- lange dokumentierte Anwendung
- traditionelles Wissen aus der europäischen Pflanzenkunde
Diese Pflanzen sind Teil unserer Landschaft, unserer Ernährung und unserer Kultur.