Die Augenbraue der Venus
Die Schafgarbe verdankt ihren poetischen Beinamen „Augenbraue der Venus“ ihrer feinen, filigranen Blattform. Seit jeher fasziniert sie Menschen mit ihrem charakteristischen Aussehen und ist in der Volkskunde auch unter Namen wie „Bauchwehkraut“ oder „Blutstillkraut“ bekannt. Ihr lateinischer Name Achillea millefolium wird häufig mit Achilles in Verbindung gebracht – dem griechischen Helden, der die Schafgarbe der Überlieferung nach zur Wundpflege genutzt haben soll.
Schafgarbe und die Frauenheilkunde
Bereits in historischen Kräutertexten wird Schafgarbe erwähnt: Dioskurides (1. Jahrhundert n. Chr.) beschrieb sie im Zusammenhang mit Wunden und Entzündungen. In der traditionellen Kräuterkunde wird Schafgarbe außerdem oft als Frauenkraut genannt und im Kontext von Unterleib und zyklusbezogenen Phasen beschrieben. Dabei werden ihr je nach Quelle verschiedene Eigenschaften zugeschrieben.
In Kräutertraditionen gilt Schafgarbe zudem als Pflanze, die sich gut mit anderen Kräutern kombinieren lässt – etwa in Mischungen, die auf Aroma, Bitterstoffe und ein rundes Profil setzen.
Inhaltsstoffe
Als Inhaltsstoffe werden unter anderem ätherisches Öl, Bitterstoffe, Flavonoide, Cumarine, Inulin, Kampfer und Kalium genannt.
Geschmack
Schafgarbe schmeckt würzig und eher herb-scharf. Manche vergleichen das Aroma mit einer Muskat-Note.
Hinweis: Kräuterwissen dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
