Die Faszination der Passionsblume
Ein Blick auf die außergewöhnliche Passionsblume wirkt oft fast hypnotisch. Ursprünglich beheimatet in tropischen und subtropischen Regionen Amerikas, wurde die Verwendung von Blättern und Blüten dieser rankenden Pflanze bereits in frühen Überlieferungen dokumentiert. Um 1605 gelangte sie durch Missionare nach Europa, wo sie als Symbol für die Passion Christi interpretiert wurde.
Daher leitet sich auch der Name Passiflora ab: Er verbindet die Begriffe passio (Leiden) und flos (Blume) und nimmt Bezug auf die christliche Symbolik. (Die Art wird häufig als Passiflora incarnata geführt.)
Die Passionsblume in Kräutertraditionen
In historischen Kräuterlisten wird die Passionsblume im Zusammenhang mit mittel- und südamerikanischen Kulturen erwähnt. Auch in späteren europäischen Kräutertraditionen fand sie ihren Platz. In der Volkskunde wurde sie unter anderem für Ruhe und Ausgleich geschätzt.
Inhaltsstoffe & traditionelle Verwendung
Als Inhaltsstoffe werden unter anderem Alkaloide, Flavonoide (z. B. Apigenin), Cumarin sowie Gerbstoffe genannt. In der traditionellen Anwendung wird Passionsblume häufig mit Entspannung und Wohlbefinden in Verbindung gebracht. Teilweise wird sie auch im Kontext von Muskelanspannung und Krämpfen erwähnt sowie als Begleiterin in Phasen hormoneller Umstellung.
Geschmack
Die Früchte der Passionsblume schmecken süß-säuerlich und sehr erfrischend.
Hinweis: Kräuterwissen dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
