Das Bienen- oder Mutterkraut
Der Name „Melisse“ (Melissa officinalis) stammt aus dem Griechischen und wird häufig mit „Biene“ bzw. „Bienenblatt“ in Verbindung gebracht – passend zu ihrer Anziehungskraft auf Insekten und ihrem frischen Duft. In der Volkskunde wird Melisse teils auch „Mutterkraut“ genannt. Historisch bezog sich „Mutter“ dabei auf den Unterleib bzw. die Gebärmutter, weshalb Melisse in alten Kräutertraditionen oft im Kontext von Frauenkräutern erwähnt wird.
Tradition & Kräuterwissen
Melisse hat eine lange Geschichte in der europäischen Pflanzenkunde und wurde bereits in der Antike beschrieben. In Überlieferungen wird sie mit Ruhe, Ausgleich und Wohlbefinden assoziiert und taucht in verschiedenen historischen Kräutertexten auf (unter anderem werden Namen wie Hippokrates, Paracelsus oder Hildegard von Bingen im Zusammenhang mit Melisse erwähnt).
Inhaltsstoffe & Duftprofil
Melisse ist bekannt für ihre ätherischen Öle, die ihren charakteristischen, zitronigen Duft prägen. Häufig genannt werden Komponenten wie Citronellal, Geraniol und Neral. Außerdem werden in der Literatur Inhaltsstoffe wie Rosmarinsäure, Flavonoide und Cumarine beschrieben.
Aroma
Das Aroma der Melisse ist geprägt von einer intensiven Zitrusnote.
Hinweis: Kräuterwissen dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
