MÄDESÜSS – Die mandelartige Wiesenkönigin

Mädesüss NatureFrau Frauenkräuter

Die majestätische Wiesenkönigin

Mädesüß, auch bekannt unter dem lateinischen Namen Filipendula ulmaria, trägt nicht umsonst den volkstümlichen Titel "Wiesenkönigin". Diese beeindruckende Pflanze war eine der heiligsten Pflanzen der Druiden.

Von der Wiesenkönigin zum Aspirin

Im 19. Jahrhundert entdeckte man in Mädesüß die Salizylsäurekomponenten. Die Blütenknospen des Mädesüß enthalten Salicylaldehyd, einen entzündungshemmenden Wirkstoff, der heute als synthetisch hergestellte Acetylsalicylsäure verkauft wird. Der Name Aspirin entstand aus der Kombination von "Acetyl" und "Spiraeasäure", da man das Echte Mädesüß früher botanisch den Spiersträuchern (Spiraea) zuordnete. Mädesüß hat eine lange Tradition und kann u.a. bei Magenschmerzen, und Menstruationsbeschwerden wohltuende Linderung bieten. Dem Mädesüß werden stringierende (zusammenziehende), schmerzstillende und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Die Inhaltsstoffe des Mädesüß sind ätherisches Öl, Flavonoide, Tannine, Cumarin und Ascorbinsäure.

Die Blätter des Mädesüß verströmen ein leichtes Mandelaroma, während die Blüten süßlich wie Holunderblüten schmecken und einen Hauch von Bittermandel enthalten.