Die kleine Macht
Das Gänsefingerkraut – auch bekannt als Potentilla anserina. Der Name „Potentilla“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „kleine Macht“ oder „kraftvoll“, was gut zu den traditionellen Zuschreibungen dieser Pflanze passt. „Anserina“ leitet sich vom lateinischen Wort anser ab, was „Gans“ bedeutet, denn die Blattform des Gänsefingerkrauts erinnert tatsächlich an Gänsefüße. In der Volkskunde wurde das Gänsefingerkraut daher auch „Krampfkraut“ genannt.
Einfluss auf rhythmische Prozesse
Die gefiederten Blätter des Gänsefingerkrauts – oft auch als „Signatur“ beschrieben – werden in der traditionellen Kräuterkunde mit rhythmischen Prozessen in Verbindung gebracht (z. B. im Zusammenhang mit dem Zyklus). Es wird dabei häufig als krampflösend für glatte Muskulatur beschrieben und traditionell bei Bauchkrämpfen eingesetzt. Außerdem werden ihm in der Überlieferung entzündungshemmende, schmerzlindernde und zusammenziehende (adstringierende) Eigenschaften zugeschrieben. Als Inhaltsstoffe werden unter anderem Gerbstoffe (ca. 6–10 %), Flavonoide, Cholin und Cumarine genannt.
Die Blätter des Gänsefingerkrauts haben einen milden, leicht säuerlichen Geschmack.
Hinweis: Kräuterwissen dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
